Wort zum 3. Quartal 2019 (Aug-Okt)

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Liebe Leserinnen und Leser, liebe Gemeinde,

kennen Sie ein Mittagsgericht mit Namen „Salz“? Ich mag gerne knackigen Salat MIT Salz oder Rührei MIT Salz. Aber auf die Frage: „Was gibt’s heute zu Mittag“, nur zu hören, „Salz“ ,ist schon mehr als ungewöhnlich. Nun sagt Jesus -zu denen, die ihn wirklich hören wollen- „Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen?“ Ich höre heraus: Glauben darf nicht zum Selbstzweck werden. Wie leicht passiert‘s, dass wir mit uns selbst oder die Gemeinde mit sich selbst beschäftigt ist, statt sich heilsam reinigend in die Gesellschaft hineinzubegeben. Bei all dem Faulen, was um uns herum passiert, eine nötige Aufgabe. Aber ist das nicht „10 Nummern zu groß“? Nur, wenn wir meinen, wir müssten Jesus nachmachen. In einem parallelen Wort sagt Jesus: „Ihr seid das Licht der Welt“. An anderer Stelle sagt er von sich selbst: „Ich bin das Licht der Welt“. Das heißt: Ihr leuchtet, weil ich in euch leuchte; ihr salzt, weil ihr die Fähigkeit dazu von mir habt. Immer gilt, salopp gesagt: ohne Jesus murksen wir nur herum und bringen in die Gesellschaft nicht das ein, was möglich und nötig ist aus der Verbindung mit Jesus heraus. Ich habe ein Armband, auf dem steht: Was würde Jesus tun? Es erinnert mich an meine Jesusverbindung und ich schöpfe daraus Kraft; traue Jesus zu, dass er jetzt durch mich wirkt. Unser Alltag gibt dafür viele Möglichkeiten. Tag für Tag kommen wir mit Menschen in Berührung. In der Bergpredigt nennt Jesus viele Situationen und ein „jesusgemäßes“ Verhalten: vergeben, treu und zuverlässig sein, kein vergelten und richtendes verurteilen, keine Feindschaften pflegen und rechter Umgang mit unseren Sorgen. Wir verhalten uns freundlich und hilfsbereit, machen nicht jeden „Schmu“ mit, engagieren uns und beschweren uns nicht über die, die nichts tun. Es geht nicht um uns, unsere Befindlichkeiten und Empfindlichkeiten; es geht um Jesus und den Vater im Himmel. Menschen sollen auf ihn aufmerksam werden, „himmlische Speise“ kosten wollen. Wenn wir dabei Salz sein dürfen, ist das Ehre und Privileg. In diesem Sinne: nutzen Sie ihr Privileg.
Herzlichst
Ihr/euer

Jürgen Kizler

Pastor der Evangelischen Christusgemeinde
Schönenberg-Kübelberg